Erste Schritte beim Umzug sind getan...

Am 22./23. November ziehen wir nach fünfeinhalb Jahren von der Chesa Petronella ins neue Wohnheim Girella an der Via Maistra 7 in Bever um. Ein grosses Unterfangen, staut sich doch auch in einer Institution über die Zeit so einiges an. Wir sind deshalb von Herzen dankbar auf helfende Hände zählen zu dürfen.

So wurde am 16./17. fleissig geschrubbt, Staub gewischt, gesaugt, poliert, montiert und Fenster geputzt, so dass das neue Wohnheim für unsere Bewohnerinnen und Bewohner bereit steht.

Einige schwere Gegenstände wurden bereits gezügelt. Im Bild findet der Billardtisch seinen neuen Standort in Kreativ-, Bastel-, Spielraum.

"Wir anerkennen ausdrücklich die grosse Leistung, die ihr Verein erbringt."

(uc) Im Hinblick auf den Umzug des Wohnheims, der mit massiven Mehrkosten verbunden ist, fragten wir im September 2018 die Oberengadiner Gemeinden von S-chanf bis Maloja an, ob sie uns im Jahr 2019 mit einem Beitrag zwischen 3000 und 5000 Franken unterstützen könnten.

So unterschiedlich wie das Engadin, das sommers wie winters für die verschiedensten Gäste das passende Angebot hat, so unterschiedlich wurde unsere Anfrage beantwortet. 

Die erste Gemeinde schrieb: "Abbiamo il piacere di comunicarle la decisione di stanziare un contributo di CHF 5000.00 per l`anno 2019, che verseremo sul conto indicato nella documentazione." Eine weitere Gemeinde teilte mit: "Gerne unterstützen wir den Verein Girella Oberengadin mit einem Beitrag von Fr. 4000.00". Und noch eine andere schrieb: "In Anerkennung Ihrer Leistungen im sozialen Bereich hat der Gemeindevorstand entschieden, einen einmaligen Unterstützungsbeitrag von Fr. 3000.00 zu bezahlen. In weiteren Antworten hörten wir Entgegenkommen heraus: "Die Gemeinde ist bereit, den Verein Girella als Mitglied zu unterstützen"; "Wir sind gerne bereit, Gesuche um finanzielle Beiträge für konkrete Projekte oder spezifische Vorhaben zu prüfen"; "Der Gemeindevorstand schlägt vor, ein Beitragsgesuch mit dem entsprechenden Bedarfsbeleg an die Präsidentenkonferenz der Region Maloja zu richten ..."; "Wir anerkennen ausdrücklich die grosse Leistung, die Ihr Verein erbringt ..."; "Der Gemeindevorstand schätzt das Engagement von Girella bei der Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen."

Bei anderen Gemeinden fielen die Absagen knapper aus: "Der Gemeindevorstand hat entschieden, Ihrem Gesuch aus Präjudizgründen nicht entsprechen zu können". "Es wurde entschieden, keinen Beitrag zu sprechen, da die Gemeinde nun konsequent Sparmassnahmen umsetzen muss." "Der Gemeindevorstand lehnt folgende Beitragsanfrage ab: Wohnheim Girella Bever, Betriebsbeitrag für das Jahr 2019." "Aufgrund der zahlreichen Gesuche um Gewährung von Beiträgen kommen wir nicht umhin, eine Selektion vorzunehmen (...) Leider sind die Kriterien beim Projekt Wohnheim Girella nicht erfüllt."

Als Geschäftsleitung bin ich überaus dankbar für die Gelder die gesprochen wurden und dankbar, dass die Vorstände der Gemeinden unsere Anfrage geprüft und uns als Institution wahrgenommen haben. Arbeit mit Menschen am Rande der Gesellschaft polarisiert. Selbst am gemütlichen Familientisch sind nicht immer alle einer Meinung, wenn das Thema Sozialhilfe aufkommt. Das ist gut so! Unabhängig davon werden wir uns  nicht davon abbringen lassen, unsere Bewohnerinnen und Bewohner in ihren täglichen Herausforderungen auf dem Weg zurück in ein eigenständiges Leben zu unterstützen. 

Erfrischendes Morgenerlebnis

Immer dienstags und freitags werden im Girella frühmorgens die Sportschuhe geschnürt: Nordic Walking ist angesagt. Gerade im Herbst ist dabei die Morgenstimmung oft einzigartig, da spürt man die bei Null Grad liegende Temperatur gleich weniger stark und startet anschliessend mit Elan in den Arbeitstag starten.

 

Nachdiplomstudium mit Erfolg abgeschlossen

Unsere Sozialpädagogin HF, Sabine Baumann, hat Mitte September ihr Nachdiplomstudium Erlebnispädagogik, Planoalto und Curaviva, mit Erfolg abgeschlossen. Wir gratulieren ganz herzlich!

Ihre Erfahrungen hat Sabine Baumann bereits während des gesamten Lehrgangs in ihre Arbeit mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern einfliessen lassen. Wir freuen uns auf weitere Ausflüge und Aktivitäten mit der frisch diplomierten Erlebnispädagogin.

(Foto: ein Mittagsbuffet - serviert im Wald ohne jegliche Hilfsmittel wie Verpackung oder Geschirr)

Erholsames und herausforderndes San Romerio

Nach 2016 verbrachten wir diesen Sommer erneut ein Wochenende im Val Poschiavo auf San Romerio. Die idyllisch gelegene Alp ist über eine kurvenreiche und sehr enge Strasse zu erreichen. Die letzten 30 Minuten beinhalten einen, zum Teil recht steil ansteigenden, Fussmarsch. Die Aussicht entschädigt die Mühen aber allemal. Nachdem jeder seinen Zeltplatz bzw. sein Zimmer gewählt hatte, wurden wir von Gino und seinem Team kulinarisch verwöhnt. An diesem Wochenende konnten wir bei sonnigem Wetter entspannen und zwischendurch bei Erlebnissen im Freien die Wohlfühlzone verlassen und die eigenen Grenzen ausloten.